Pilzgeschichte

Die Geschichte der Pilze
Während in der Antike Pilze zu kultischen Zwecken verwendet wurden und zumindest Champignons in der altrömischen Küche als Füllung für Fleischgerichte bekannt waren, ging dieses Wissen bis auf sporadische Einzelteile in der Zeit der Völkerwanderung (500-800 n.Chr.) verloren. Nicht verwunderlich ist es daher, dass heutiges Wissen über Pilze mühsam rekonstruiert werden muss und hauptsächlich aus Regionen mit einer schamanischen Historie stammt.

Heute bemühen sich Naturwissenschaftler, altes Wissen zu verifizieren und auf Inhaltsstoffe in den Pilzen zurückzuführen. Beispielsweise ist der Glänzende Lackporling, auch Reishi genannt, in China seit 4.000 Jahren sehr begehrt. Sehr alte Darstellungen zeigen den Gott der Langlebigkeit „Shou Hsing“ mit einem Pilz in der Hand, ein anderes Mal hat sein ständiges Begleittier, eine Art Rentier, Pilze im Maul. Immer ist der Reishi deutlich erkennbar.

Zu Zeiten der Ming Dynastie, also im 14. Jahrhundert, wurde es üblich, Shiitake anzubauen: Damals legten die chinesischen Bauern eingekerbte Hölzer von Eichen und Buchen aus und warteten geduldig, bis diese von Pilzsporen besiedelt wurden.

In historischen Quellen wurden Pilze immer der Kategorie der Pflanzen zugeordnet. Erst vor einigen Jahren ist jedoch in der biologischen Forschung entdeckt worden, dass Pilze keine Pflanzen sind. Die moderne Biologie ordnet die Pilze neben der Pflanzen- und Tierwelt in ein eigenes Reich der Lebewesen ein. Der wichtigste Grund für diese neue Einordnung der Pilze ist die Tatsache, dass Pilze kein Blattgrün produzieren.